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Raumtemperatur-Tabelle: ideale Temperatur für jeden Raum

Das Umweltbundesamt empfiehlt höchstens 20 °C im Wohnzimmer, 18 °C in der Küche und 17 °C im Schlafzimmer. Die Verbraucherzentrale nennt etwas weitere Spannen: 19 bis 21 °C für Wohn- und Essbereich, 21 bis 24 °C fürs Bad und 16 bis 18 °C zum Schlafen. Kälter als 16 °C sollte es in genutzten Räumen nicht werden, sonst droht Schimmel.

Als Faustregel spart jedes Grad weniger rund 6 % Heizenergie. Im Büro müssen bei sitzender Tätigkeit nach der Arbeitsstättenregel ASR A3.5 mindestens 20 °C erreicht werden.

Wohnzimmer
höchstens 20 °C
Schlafzimmer
16 – 18 °C
1 Grad weniger
≈ 6 % weniger Heizenergie
Luftfeuchte
40 – 60 %
PDF Excel CSV
Empfohlene Raumtemperatur je Raum5 Zeilen
RaumUmweltbundesamt (°C)Verbraucherzentrale (°C)Hinweis
Wohnzimmer, Essbereichhöchstens 2019 – 21Thermostatstufe 3 entspricht etwa 20 °C
Küche1819 – 21Umweltbundesamt: 18 °C reichen
Schlafzimmer1716 – 18kühler schlafen; regelmäßig lüften
Bad–21 – 24etwas wärmer als die übrigen Räume
Wenig genutzte Räume–nicht unter 14 – 16sonst steigt die Schimmelgefahr

Empfehlungen für die Heizperiode. „–“: Das Umweltbundesamt nennt für diesen Raum keinen eigenen Wert.

Empfohlene Raumtemperatur laut Umweltbundesamt
Empfohlene Raumtemperatur laut UmweltbundesamtWohnzimmer, Essbereich: 20 °C; Küche: 18 °C; Schlafzimmer: 17 °C; Nachts, kurz abwesend: 18 °C; Einige Tage abwesend: 15 °C101214161820Wohnzimmer, Essbereich20 °CKüche18 °CSchlafzimmer17 °CNachts, kurz abwesend18 °CEinige Tage abwesend15 °C

Achse beginnt bei 10 °C. Für das Bad nennt das Umweltbundesamt keinen Wert, die Verbraucherzentrale 21 bis 24 °C.

Absenken nachts und bei Abwesenheit, Untergrenzen5 Zeilen
SituationRaumtemperatur (°C)Quelle
Nachts oder einige Stunden nicht zu Hause≈ 18Umweltbundesamt
Einige Tage nicht zu Hause15Umweltbundesamt
Längere Abwesenheitetwas unter 15Umweltbundesamt
Tagsüber in genutzten Wohnräumennicht unter 19 – 20Umweltbundesamt
Untergrenze wegen Schimmelnicht unter 16Verbraucherzentrale
Einsparung durch niedrigere Raumtemperatur (Faustregel 6 % je Grad)4 Zeilen
Raumtemperatur niedriger umEinsparung (%, Faustregel)bei 800 € Heizkosten (€/Jahr)bei 1.200 € Heizkosten (€/Jahr)bei 1.600 € Heizkosten (€/Jahr)
1 °C6487296
2 °C1296144192
3 °C18144216288
4 °C24192288384

Faustregel der Verbraucherzentrale: ungefähr 6 % weniger Heizenergie je Grad. Linear hochgerechnet; die tatsächliche Ersparnis hängt von Gebäude, Wetter und Heizung ab. Beispiel-Heizkosten frei gewählt.

Heizenergie-Einsparung bei niedrigerer Raumtemperatur (Faustregel)
Heizenergie-Einsparung bei niedrigerer Raumtemperatur (Faustregel)1 °C weniger: 6 %; 2 °C weniger: 12 %; 3 °C weniger: 18 %; 4 °C weniger: 24 %051015202561 °C weniger122 °C weniger183 °C weniger244 °C weniger%
Thermostatstufen und Raumtemperatur6 Zeilen
StufeRaumtemperatur ca. (°C)Passt für
* (Stern)6Frostschutz
112zu kühl für genutzte Räume
216Schlafzimmer (16 – 18 °C)
320Wohnzimmer, Essbereich
424Bad
528zu warm, verschwendet Energie

Richtwerte der Verbraucherzentrale für übliche Thermostatköpfe: Zwischen zwei Stufen liegen etwa 4 Grad. Hersteller können abweichen.

Raumtemperatur in Arbeitsräumen nach ASR A3.510 Zeilen
BereichLufttemperatur (°C)Regel
Sitzen, leichte Arbeit (z. B. Büro)mind. 20Mindestwert, Tabelle 1
Sitzen, mittelschwere Arbeitmind. 19Mindestwert, Tabelle 1
Stehen oder Gehen, leichte Arbeitmind. 19Mindestwert, Tabelle 1
Stehen oder Gehen, mittelschwere Arbeitmind. 17Mindestwert, Tabelle 1
Stehen oder Gehen, schwere Arbeitmind. 12Mindestwert, Tabelle 1
Pausen-, Bereitschafts-, Sanitär-, Kantinen-, Erste-Hilfe-Räumemind. 21während der Nutzung
Waschräume mit Duschenmind. 24Soll-Wert während der Nutzung
Arbeitsräume, Obergrenzehöchstens 26Soll-Wert
Arbeitsräume über 30 °Cüber 30wirksame Maßnahmen nach Gefährdungsbeurteilung
Arbeitsräume über 35 °Cüber 35ohne Maßnahmen wie bei Hitzearbeit kein Arbeitsraum

Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 „Raumtemperatur“. Die Mindestwerte gelten während der gesamten Nutzungsdauer.

Relative Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen3 Zeilen
SituationRelative Luftfeuchte (%)Bewertung
Wohnräume allgemein40 – 60Umweltbundesamt: geringes Schimmelrisiko
Schlecht gedämmte Wohnung im Winterunter 50Umweltbundesamt
Über Tage oder Wochenüber 60fördert Schimmel – häufiger lüften

Die Verbraucherzentrale rät, 60 % nur kurzzeitig zu überschreiten. Messen kannst Du mit einem einfachen Hygrometer.

Welche Temperatur in welchem Raum?

Die erste Tabelle stellt die Empfehlungen von Umweltbundesamt und Verbraucherzentrale nebeneinander. Beide liegen nah beieinander: Im Wohnzimmer reichen rund 20 °C, die Küche darf etwas kühler sein, im Schlafzimmer schläft es sich bei 16 bis 18 °C gut. Nur im Bad darf es mit 21 bis 24 °C wärmer sein, weil Du dort unbekleidet bist.

Am Heizkörper stellst Du das über den Thermostatkopf ein: Stufe 3 entspricht bei üblichen Thermostaten etwa 20 °C, jede Stufe mehr oder weniger rund 4 Grad. Stufe 5 heizt den Raum nicht schneller auf, sondern nur auf eine höhere Endtemperatur.

Was ein Grad weniger spart

Die Verbraucherzentrale rechnet mit ungefähr 6 % weniger Heizenergie je Grad. Zahlst Du 1.200 € Heizkosten im Jahr, sind das rund 72 € je Grad. Wer das Wohnzimmer von 22 auf 20 °C stellt, spart nach dieser Faustregel etwa 12 %, also 144 €.

Die Regel ist eine Näherung. Wie viel es tatsächlich ist, hängt von Dämmung, Außentemperatur und Heizsystem ab. Was Heizen bei Deiner Wohnfläche kostet, zeigt die Heizkosten-Tabelle.

Nachts und bei Abwesenheit absenken

Nachts oder wenn Du einige Stunden weg bist, genügen laut Umweltbundesamt etwa 18 °C, bei mehreren Tagen Abwesenheit 15 °C. Programmierbare Thermostate übernehmen das automatisch und sparen nach Angaben des Umweltbundesamts rund 10 % Energie.

Zu stark absenken solltest Du aber nicht: Unter 16 bis 18 °C steigt das Schimmelrisiko deutlich, weil sich Feuchtigkeit an kalten Wänden niederschlägt. Heize kühle Räume auch nicht mit offener Tür aus dem warmen Nachbarraum mit – die feuchte Luft kondensiert dann im kalten Zimmer.

Luftfeuchtigkeit und Lüften

Das Umweltbundesamt empfiehlt eine relative Luftfeuchte von 40 bis 60 %. In schlecht gedämmten Wohnungen sollte sie im Winter unter 50 % bleiben. Steigt der Wert über Tage oder Wochen über 60 %, kann Schimmel wachsen.

Im Winter lüftest Du am besten zwei- bis dreimal täglich etwa fünf Minuten mit weit geöffnetem Fenster, im Sommer 10 bis 20 Minuten. Nach dem Duschen, Kochen und morgens im Schlafzimmer lohnt sich zusätzliches Stoßlüften. Von dauerhaft gekippten Fenstern rät das Umweltbundesamt ab: Sie verschwenden Energie und kühlen die Wände aus, an denen sich dann Feuchtigkeit niederschlägt.

Raumtemperatur im Büro: ASR A3.5

Für Arbeitsräume gilt die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5. Wer überwiegend sitzt und leicht arbeitet, etwa im Büro, muss mindestens 20 °C haben. Bei Arbeit im Stehen oder Gehen sinken die Mindestwerte bis auf 12 °C für schwere Arbeit. Pausen- und Sanitärräume brauchen mindestens 21 °C.

Nach oben soll die Lufttemperatur 26 °C nicht überschreiten. Wird es wärmer als 30 °C, muss der Arbeitgeber wirksame Maßnahmen ergreifen, über 35 °C ist der Raum ohne besondere Schutzmaßnahmen nicht als Arbeitsraum geeignet. Die befristete Absenkung der Mindestwerte während der Energiekrise galt nur bis April 2023.

Häufige Fragen

Welche Raumtemperatur ist ideal?
Für Wohnräume rund 20 °C. Das Umweltbundesamt empfiehlt höchstens 20 °C im Wohnzimmer, 18 °C in der Küche und 17 °C im Schlafzimmer; die Verbraucherzentrale nennt 19 bis 21 °C für Wohn- und Essbereich.
Wie warm sollte das Schlafzimmer sein?
Zwischen 16 und 18 °C, das Umweltbundesamt nennt 17 °C. Kälter als 16 °C sollte es nicht werden, weil sonst Feuchtigkeit an den Wänden kondensiert.
Wie viel spart ein Grad weniger Raumtemperatur?
Nach der Faustregel der Verbraucherzentrale ungefähr 6 % der Heizenergie. Bei 1.200 € Heizkosten im Jahr sind das rund 72 €.
Wie warm muss es im Büro sein?
Bei sitzender, leichter Tätigkeit mindestens 20 °C nach ASR A3.5. Die Lufttemperatur soll 26 °C nicht überschreiten.
Welche Luftfeuchtigkeit ist in der Wohnung normal?
Laut Umweltbundesamt 40 bis 60 %. Liegt sie länger über 60 %, solltest Du häufiger lüften, um Schimmel vorzubeugen.

Quellen