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E-Auto-Ladedauer: Ladezeit nach Akku und Ladeleistung
Die Ladedauer eines Elektroautos ergibt sich aus der Energiemenge, die in den Akku soll, geteilt durch die Ladeleistung. Ein Akku mit 60 kWh nutzbarer Kapazität lädt an der 11-kW-Wallbox von 10 auf 80 % in rund 4:12 Stunden, an der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW in 20:05 Stunden. Am Schnelllader sind es bei durchschnittlich 100 kW etwa 25 Minuten.
Die Tabellen zeigen die Ladezeit für Akkus von 40 bis 100 kWh an allen gängigen Ladepunkten, dazu die Kosten einer Ladung zu Hause und an der Schnellladesäule. Beim Laden mit Wechselstrom (AC) sind 10 % Ladeverlust eingerechnet.
- 60 kWh, 11 kW, 10→80 %
- 4:12 h
- 60 kWh, Schuko, 0→100 %
- 28:42 h
- Ladeverlust AC (Annahme)
- 10 %
- Formel
- kWh × 1,1 ÷ kW
| Akku (kWh) | Energie 10→80 % (kWh) | 2,3 kW Schuko (h:mm) | 3,7 kW (h:mm) | 11 kW (h:mm) | 22 kW (h:mm) | 50 kW DC (h:mm) | 150 kW DC (h:mm) | 350 kW DC (h:mm) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 40 | 28 | 13:23 | 8:19 | 2:48 | 1:24 | 0:34 | 0:11 | 0:05 |
| 50 | 35 | 16:44 | 10:24 | 3:30 | 1:45 | 0:42 | 0:14 | 0:06 |
| 60 | 42 | 20:05 | 12:29 | 4:12 | 2:06 | 0:50 | 0:17 | 0:07 |
| 70 | 49 | 23:26 | 14:34 | 4:54 | 2:27 | 0:59 | 0:20 | 0:08 |
| 80 | 56 | 26:47 | 16:39 | 5:36 | 2:48 | 1:07 | 0:22 | 0:10 |
| 90 | 63 | 30:08 | 18:44 | 6:18 | 3:09 | 1:16 | 0:25 | 0:11 |
| 100 | 70 | 33:29 | 20:49 | 7:00 | 3:30 | 1:24 | 0:28 | 0:12 |
Akku = nutzbare (Netto-)Kapazität. AC-Spalten mit 10 % Ladeverlust gerechnet. Die grauen DC-Werte gelten nur, wenn das Auto die volle Säulenleistung über den ganzen Ladevorgang aufnimmt – das schafft in der Praxis kaum ein Fahrzeug. Sie sind die Untergrenze; realistische Werte zeigt die Tabelle zum Schnellladen weiter unten.
Werte in Stunden. AC mit 10 % Ladeverlust, DC theoretisch bei durchgehend voller Leistung.
Ladedauer-Rechner fürs E-Auto
Akkugröße, Ladestand und Ladeleistung eingeben – Ladezeit, Strommenge und Kosten erscheinen sofort.
Wie in der Tabelle: an Wechselstrom (bis 22 kW) mit 10 % Ladeverlust; beim Schnellladen gilt die Zeit bei voller Leistung als Untergrenze, für die Kosten sind 5 % Verlust angesetzt. Das Auto lädt höchstens mit der Leistung seines Bordladers.
| Akku (kWh) | Strom aus dem Netz (kWh) | 2,3 kW Schuko (h:mm) | 3,7 kW (h:mm) | 11 kW (h:mm) | 22 kW (h:mm) |
|---|---|---|---|---|---|
| 40 | 44 | 19:08 | 11:54 | 4:00 | 2:00 |
| 50 | 55 | 23:55 | 14:52 | 5:00 | 2:30 |
| 60 | 66 | 28:42 | 17:50 | 6:00 | 3:00 |
| 70 | 77 | 33:29 | 20:49 | 7:00 | 3:30 |
| 80 | 88 | 38:16 | 23:47 | 8:00 | 4:00 |
| 90 | 99 | 43:03 | 26:45 | 9:00 | 4:30 |
| 100 | 110 | 47:50 | 29:44 | 10:00 | 5:00 |
Mit 10 % Ladeverlust. Kurz vor 100 % drosseln viele Autos auch an der Wallbox die Leistung, die letzten Prozent dauern deshalb etwas länger als gerechnet.
| Akku (kWh) | Ø 25 kW (min) | Ø 40 kW (min) | Ø 60 kW (min) | Ø 80 kW (min) | Ø 100 kW (min) | Ø 125 kW (min) | Ø 150 kW (min) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 40 | 67 | 42 | 28 | 21 | 17 | 13 | 11 |
| 50 | 84 | 53 | 35 | 26 | 21 | 17 | 14 |
| 60 | 101 | 63 | 42 | 32 | 25 | 20 | 17 |
| 70 | 118 | 74 | 49 | 37 | 29 | 24 | 20 |
| 80 | 134 | 84 | 56 | 42 | 34 | 27 | 22 |
| 90 | 151 | 94 | 63 | 47 | 38 | 30 | 25 |
| 100 | 168 | 105 | 70 | 53 | 42 | 34 | 28 |
Ø = durchschnittliche Leistung über den ganzen Ladevorgang, nicht die Spitzenleistung aus dem Datenblatt. Deine Ø-Leistung errechnest Du aus der Herstellerangabe: Energie für 10→80 % ÷ Ladezeit in Stunden.
Doppelte Leistung halbiert die Zeit – der Gewinn wird mit jeder weiteren Stufe kleiner.
| Akku (kWh) | Strom 10→80 % an AC (kWh) | 10→80 % zu Hause (€) | 10→80 % Schnelllader (€) | 0→100 % zu Hause (€) |
|---|---|---|---|---|
| 40 | 30,8 | 10,78 | 17,64 | 15,40 |
| 50 | 38,5 | 13,48 | 22,05 | 19,25 |
| 60 | 46,2 | 16,17 | 26,46 | 23,10 |
| 70 | 53,9 | 18,87 | 30,87 | 26,95 |
| 80 | 61,6 | 21,56 | 35,28 | 30,80 |
| 90 | 69,3 | 24,26 | 39,69 | 34,65 |
| 100 | 77,0 | 26,95 | 44,10 | 38,50 |
Beispielpreise, keine Marktpreise: zu Hause 0,35 €/kWh mit 10 % Ladeverlust, Schnelllader 0,60 €/kWh mit angenommenen 5 % Verlust. Setze den Preis Deines Tarifs oder der Ladesäule ein.
So liest Du die Ladedauer-Tabelle
Such in der ersten Tabelle die Zeile mit der Akkugröße Deines Autos und geh nach rechts bis zur Ladeleistung. Maßgeblich ist die nutzbare Kapazität (netto), nicht die Bruttokapazität, die manche Hersteller zusätzlich angeben. Liegt Dein Akku zwischen zwei Zeilen, liegt auch die Ladezeit dazwischen.
Die Spanne 10 bis 80 % ist der übliche Alltagsfall: Kaum jemand fährt den Akku ganz leer, und am Schnelllader lohnt es sich selten, über 80 % hinaus zu laden. Für das komplette Aufladen über Nacht zeigt die zweite Tabelle die Zeit von 0 auf 100 %.
So rechnest Du die Ladezeit selbst aus
Ladedauer in Stunden = zu ladende Energie in kWh × 1,1 ÷ Ladeleistung in kW
Rechenbeispiel: Dein Auto hat 64 kWh netto, Du willst an der 11-kW-Wallbox von 20 auf 80 % laden. Das sind 60 % von 64 kWh, also 38,4 kWh. Mit Ladeverlust ziehst Du 38,4 × 1,1 = 42,2 kWh aus dem Netz. Geteilt durch 11 kW ergibt das 3,84 Stunden, gut 3:50 h.
Der Faktor 1,1 steht für 10 % Ladeverlust, eine runde Annahme. Der ADAC hat beim Laden an der 11-kW-Wallbox Verluste von 5,1 bis 7,0 % gemessen, an der Haushaltssteckdose 12,7 bis 24,2 %. An der Steckdose dauert das Laden deshalb eher länger als in der Tabelle, an der Wallbox etwas kürzer.
Steckdose, Wallbox, 22 kW: was wirklich im Auto ankommt
Die Ladeleistung beim Wechselstromladen folgt aus Spannung, Stromstärke und Zahl der Phasen: 230 V × 10 A ergeben die 2,3 kW, mit denen an der Schuko-Steckdose üblicherweise geladen wird. Einphasig mit 16 A sind es 3,7 kW, dreiphasig mit 16 A 11 kW und mit 32 A 22 kW.
- Das Auto begrenzt: Das Bordladegerät bestimmt, wie viel AC-Leistung ankommt. Viele Modelle laden höchstens mit 11 kW, manche nur ein- oder zweiphasig. Eine 22-kW-Wallbox bringt dann keinen Zeitgewinn.
- Wallbox anmelden: Nach § 19 der Niederspannungsanschlussverordnung musst Du jede Ladeeinrichtung vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber melden. Über 12 kVA braucht sie seine vorherige Zustimmung – das betrifft 22-kW-Wallboxen.
Für das regelmäßige Laden zu Hause ist die Wallbox die bessere Wahl: Sie lädt rund fünfmal so schnell wie die Steckdose und verliert dabei nach den ADAC-Messungen deutlich weniger Energie.
Schnellladen: warum die Spitzenleistung nicht durchhält
An der Gleichstrom-Säule (DC) entscheidet die Ladekurve des Autos. Die angegebene Höchstleistung erreicht der Akku nur in einem Teil des Ladestands, meist im unteren Bereich und bei passender Temperatur. Mit steigendem Ladestand regelt das Auto die Leistung zurück, oberhalb von etwa 80 % besonders stark. Eine 350-kW-Säule liefert außerdem nur so viel, wie das Auto annimmt.
Deshalb rechnet die Schnellladetabelle mit der mittleren Leistung. Die bekommst Du aus der Herstellerangabe zur Ladezeit: Lädt ein Auto mit 77 kWh netto in 28 Minuten von 10 auf 80 %, sind das 53,9 kWh in 28 Minuten, im Schnitt also 53,9 ÷ 28 × 60 = 116 kW. Ein kalter Akku lädt langsamer. Viele Autos können ihn vor dem Laden vorwärmen; das spart nach den ADAC-Messungen Zeit, aber keine Energie.
Was eine Ladung kostet
Die Kosten sind geladene Energie mal Strompreis. Für 10 auf 80 % bei 60 kWh ziehst Du zu Hause mit Ladeverlust 46,2 kWh aus dem Netz; zu 0,35 €/kWh sind das 16,17 €. Am Schnelllader zu 0,60 €/kWh kostet dieselbe Ladung rund 26,46 €.
Was das je 100 Kilometer bedeutet und wie das E-Auto im Vergleich zum Verbrenner abschneidet, zeigt die Spritkosten-Tabelle. Den Preis Deines Haushaltsstroms ordnest Du mit der Stromkosten-Tabelle ein, Verbrauchsangaben in mi/kWh rechnest Du mit der Verbrauchs-Umrechnung um.