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Windstärke-Tabelle: Beaufort-Skala in km/h, m/s und Knoten

Die Beaufort-Skala teilt den Wind in 13 Stärken von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan). Sturm herrscht ab Windstärke 9, also ab 75 km/h, ein Orkan ab 118 km/h (Windstärke 12). Windstärke 6 („starker Wind“) entspricht 39–49 km/h. Die Tabelle zeigt alle Stufen mit den Bezeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in m/s, km/h und Knoten, darunter die Auswirkungen an Land und auf See sowie die Warnstufen des DWD für Böen.

Sturm
ab Bft 9 = 75 km/h
Orkan
Bft 12 = ab 118 km/h
Formel
v = 0,836 · B^1,5 m/s
1 Knoten
1,852 km/h
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Beaufort-Skala: Windstärke 0 bis 12 in m/s, km/h und Knoten13 Zeilen
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Windstärke (Bft)Bezeichnung (DWD)m/skm/hKnoten (kn)Mittelwert nach Formel (km/h)
0Windstille0–0,2< 1< 10
1leiser Zug0,3–1,51–51–33
2leichte Brise1,6–3,36–114–69
3schwache Brise (schwacher Wind)3,4–5,412–197–1016
4mäßige Brise (mäßiger Wind)5,5–7,920–2811–1624
5frische Brise (frischer Wind)8,0–10,729–3817–2134
6starker Wind10,8–13,839–4922–2744
7steifer Wind13,9–17,150–6128–3356
8stürmischer Wind17,2–20,762–7434–4068
9Sturm20,8–24,475–8841–4781
10schwerer Sturm24,5–28,489–10248–5595
11orkanartiger Sturm28,5–32,6103–11756–63110
12Orkanab 32,7ab 118ab 64125

Mittlere Windgeschwindigkeit in 10 m Höhe über freiem Gelände, keine Böen. m/s-Bereiche mit der Formel v = 0,836 · B^1,5 berechnet (identisch mit der DWD-Tabelle); km/h und Knoten nach DWD. Bft 7–8 ab Bft 9: Sturm

Windgeschwindigkeit je Beaufort-Stufe (Mittelwert nach Formel)
Windgeschwindigkeit je Beaufort-Stufe (Mittelwert nach Formel)0: 0 km/h; 1: 3 km/h; 2: 9 km/h; 3: 16 km/h; 4: 24 km/h; 5: 34 km/h; 6: 44 km/h; 7: 56 km/h; 8: 68 km/h; 9: 81 km/h; 10: 95 km/h; 11: 110 km/h; 12: 125 km/h025507510012500319216324434544656768881995101101112512km/h

Die Stufen werden nach oben breiter: Von 0 auf 1 sind es 3 km/h, von 11 auf 12 schon 15 km/h. Dunkel: Sturm ab Stärke 9.

Windstärken und ihre Auswirkungen an Land und auf See13 Zeilen
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Windstärke (Bft)BezeichnungAuswirkungen an LandAuswirkungen auf SeeWellenhöhe (m, ca.)
0WindstilleRauch steigt gerade nach obenWasser glatt wie ein Spiegel0
1leiser ZugRauch zeigt die Windrichtung ankleine, schuppenartige Kräuselwellen ohne Schaum0,1
2leichte BriseWind im Gesicht spürbar, Blätter und Windfahnen bewegen sichkurze, kleine Wellen mit glasigen Kämmen, die nicht brechen0,2
3schwache Brise (schwacher Wind)dünne Zweige bewegen sich, Wimpel werden gestrecktKämme beginnen zu brechen, vereinzelt kleine Schaumköpfe0,6
4mäßige Brise (mäßiger Wind)Zweige und dünne Äste bewegen sich, Staub und loses Papier fliegen aufkleine, aber längere Wellen, recht oft Schaumköpfe1
5frische Brise (frischer Wind)kleine Laubbäume schwanken, auf Seen bilden sich Schaumkronenmäßige, deutlich längere Wellen, viele Schaumkämme, vereinzelt Gischt2
6starker Windstarke Äste schwanken, Regenschirme sind schwer zu halten, Leitungen pfeifengroße Wellen beginnen sich zu bilden, überall weiße Schaumkämme, oft Gischt3
7steifer Windganze Bäume bewegen sich, Gehen gegen den Wind ist spürbar mühsamdie See türmt sich, Schaumstreifen ziehen in Windrichtung4
8stürmischer WindZweige brechen ab, das Gehen im Freien ist erheblich erschwertmäßig hohe, lange Wellenberge, von den Kämmen weht Gischt, deutliche Schaumstreifen5,5
9SturmÄste brechen, kleinere Schäden an Häusern (Dachziegel, Schornsteinhauben)hohe Wellen mit dichten Schaumstreifen, die See beginnt zu rollen, Gischt behindert die Sicht7
10schwerer SturmBäume brechen, größere Schäden an Häusernsehr hohe Wellen mit überbrechenden Kämmen, die See ist großteils weiß und rollt schwer, Sicht eingeschränkt9
11orkanartiger SturmBäume werden entwurzelt, verbreitet Sturmschädenaußergewöhnlich hohe Wellen, kleinere Schiffe verschwinden zeitweise hinter den Wellenbergen11,5
12Orkanschwere VerwüstungenLuft voller Schaum und Gischt, die See ist vollständig weiß, kaum Sichtab 14

Wellenhöhe: typische Höhe einer voll ausgereiften Windsee auf offenem Meer ohne Dünung, nach DWD. An Küsten und auf Binnengewässern sind die Wellen meist niedriger.

Typische Wellenhöhe auf offener See je Windstärke
Typische Wellenhöhe auf offener See je Windstärke0: 0 m; 1: 0,1 m; 2: 0,2 m; 3: 0,6 m; 4: 1 m; 5: 2 m; 6: 3 m; 7: 4 m; 8: 5,5 m; 9: 7 m; 10: 9 m; 11: 11,5 m; 12: 14 m051015000,110,220,63142536475,587991011,5111412m

Voll ausgereifte Windsee nach DWD; bei Stärke 12 mindestens 14 m.

Warnstufen des Deutschen Wetterdienstes für Windböen6 Zeilen
WarnungBöen (km/h)Böen (m/s)BeaufortWarnstufe
Windböenüber 50147Stufe 1: Wetterwarnung
Sturmböen65–8918–248–9Stufe 2: markantes Wetter
Schwere Sturmböen90–10425–2810Stufe 2: markantes Wetter
Orkanartige Böen105–11929–3211Stufe 3: Unwetter
Orkanböenab 120ab 3312Stufe 3: Unwetter
Extreme Orkanböenüber 140––Stufe 4: extremes Unwetter

Die Warnungen beziehen sich auf Böen in etwa 10 m Höhe über freiem Gelände, nicht auf den Mittelwind. Weil der DWD in m/s rechnet, weichen die km/h-Grenzen leicht von der Beaufort-Tabelle ab. Für exponierte Gipfellagen entscheidet der DWD im Einzelfall.

So liest Du die Beaufort-Tabelle

Jede Zeile ist eine Windstärke. Daneben stehen der Name, den der DWD verwendet, und der Geschwindigkeitsbereich in drei Einheiten. Gemeint ist immer der gemittelte Wind in 10 m Höhe über freiem Gelände. Böen können deutlich stärker sein: Meldet der Wetterbericht „Wind Stärke 5, in Böen 7“, weht es im Mittel mit 29–38 km/h, einzelne Stöße erreichen aber 50–61 km/h.

Die Spalte „Mittelwert nach Formel“ zeigt die Geschwindigkeit in der Mitte jeder Stufe. Sie eignet sich gut, wenn Du für eine Windstärke einen einzelnen Wert brauchst, etwa für eine Rechnung oder ein Diagramm.

Beaufort in km/h umrechnen: die Formel

Zwischen Beaufort-Stärke B und Windgeschwindigkeit gibt es eine empirische Formel:

v = 0,836 · B^1,5 m/s · B = (v ÷ 0,836)^(2/3)

Rechenbeispiel: 80 km/h sind 22,2 m/s. Geteilt durch 0,836 ergibt 26,6, hoch zwei Drittel 8,9. Gerundet ist das Windstärke 9. Setzt man in die Formel halbe Stufen ein, erhält man die Grenzen: Aufgerundet auf 0,1 m/s stimmen sie für alle Stufen genau mit der Tabelle des DWD überein.

Die km/h- und Knotenwerte sind auf ganze Zahlen gerundet und an einzelnen Grenzen um eins anders, als die reine Umrechnung ergäbe. Zum Umrechnen von Knoten: 1 kn = 1,852 km/h, 1 m/s = 3,6 km/h. Weitere Faktoren findest Du in der Einheiten-Umrechnung.

Woher die Skala stammt

Der britische Marineoffizier Francis Beaufort entwickelte die Skala 1805. Ursprünglich beschrieb sie, wie sich der Wind auf die Segel eines Kriegsschiffs auswirkte. Erst später kamen Beschreibungen für die Wirkung an Land und Geschwindigkeitswerte hinzu. 1853 wurde die Skala auf der ersten internationalen Meteorologenkonferenz in Brüssel als allgemein anwendbar anerkannt.

Bis heute schätzen Seeleute und Wetterbeobachter die Windstärke mit ihr, wenn kein Messgerät zur Hand ist. In einigen von Taifunen betroffenen Ländern wie China und Taiwan ist eine erweiterte Skala bis Stärke 17 üblich; die Weltorganisation für Meteorologie beschreibt die Skala nur bis 12.

Windstärke an Land und auf See

Mit den Beschreibungen kannst Du die Windstärke ohne Messgerät schätzen. Bis Stärke 3 bewegen sich nur Blätter und dünne Zweige. Bei Stärke 6 lassen sich Regenschirme kaum noch halten, bei Stärke 8 brechen Zweige ab, und das Gehen wird mühsam. Ab Stärke 10 brechen ganze Bäume, ab Stärke 11 werden sie entwurzelt.

Auf dem Wasser zeigen Schaumkronen und Wellen die Stärke an. Schaumköpfe treten ab Stärke 3 vereinzelt auf, ab Stärke 6 überall. Auf offener See werden die Wellen bei Stärke 9 rund 7 m hoch, bei Stärke 12 mindestens 14 m. Diese Höhen erreicht die See erst, wenn der Wind lange und über eine weite Strecke weht; an der Küste und auf Binnenseen bleiben die Wellen niedriger.

Unwetterwarnungen des DWD

Der Deutsche Wetterdienst warnt nicht nach dem Mittelwind, sondern nach den erwarteten Böen. Ab Böen über 50 km/h (Stärke 7) gibt es eine Wetterwarnung der Stufe 1. Sturmböen ab 65 km/h und schwere Sturmböen bis 104 km/h gelten als markantes Wetter (Stufe 2). Orkanartige Böen ab 105 km/h und Orkanböen ab 120 km/h lösen eine Unwetterwarnung aus (Stufe 3), extreme Orkanböen über 140 km/h die höchste Stufe 4.

Die Grenzen der Warnstufen liegen leicht neben den km/h-Werten der Beaufort-Tabelle, weil der DWD seine Kriterien in m/s festlegt. Aktuelle Warnungen für Deinen Landkreis findest Du in der WarnWetter-App oder auf der Website des DWD.

Häufige Fragen

Ab welcher Windstärke spricht man von Sturm?
Ab Windstärke 9 nach Beaufort, also ab 75 km/h oder 20,8 m/s. Stärke 8 heißt „stürmischer Wind“ (62–74 km/h), Stärke 10 „schwerer Sturm“.
Wie viel km/h sind Windstärke 6?
Windstärke 6 („starker Wind“) umfasst 39–49 km/h, das sind 10,8–13,8 m/s oder 22–27 Knoten. Starke Äste bewegen sich, Regenschirme sind schwer zu halten.
Ab wie viel km/h ist ein Orkan?
Ab 118 km/h Mittelwind, das ist Windstärke 12 (ab 32,7 m/s oder 64 Knoten). Der DWD warnt vor Orkanböen ab 120 km/h.
Was ist der Unterschied zwischen Wind und Böen?
Die Windstärke beschreibt den gemittelten Wind. Böen sind kurze Windstöße, die deutlich stärker sein können als der Mittelwind. Die Warnungen des DWD richten sich nach den Böen.
Wie rechne ich Knoten in km/h um?
Knoten mal 1,852 ergibt km/h. Beispiel: 30 kn × 1,852 = 55,6 km/h, das ist Windstärke 7.

Quellen